Netzwerke und Modelle

Die Konstruktion und Nutzung von Netzwerken ist im Normalfall dann angeraten, wenn kurzfristig Fragen zu Aufbau und Reaktionsweise komplexer Sachverhalte beantwortet werden sollen. Details sind dabei zunächst von nachgeordneter Bedeutung. Es bieten sich auf dieser Stufe je nach Vorwissen und beabsichtigten Zielen unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten (→ Anwendungen).

Ausgehend von einer ersten Sammlung der für ein Themenmodul bedeutsamen Elemente und ihrer unterschiedlich stark ausgeprägten Wirkungszusammenhänge entsteht zunächst ein statisches Netzwerk. Bereits dessen Analyse liefert klare Hinweise auf wichtige Strukturmerkmale des abgebildeten Sachverhalts.

Um das Modell zu dynamisieren, werden den Wirkzusammenhängen frei wählbare Verlaufseigenschaften zugeordnet. Wir realisieren sie mit Hilfe mehrstelliger, meist nicht-linearer "analytischer Relationen" (→ Details). In diesem Stadium wird das Modell in seinem strukturellen und themenspezifischen Verhalten auf Funktionstüchtigkeit geprüft und gegebenenfalls modifiziert. Das so entstandene Modell (z.B. DynaNet, deplecto-Net), das sich aus beliebig vielen verschiedenen Einzelmodulen zusammen setzen kann, verfügt schließlich über alle für komplexe Systeme relevanten Merkmale, insbesondere über Stabilität und Eigendynamik (→ Details).